Mit 18 Jahren begann sie ihr erstes Kindermusical 'Kinder in der Bibel' zu schreiben. Dieses wurde (nach einiger Zeit in der Schublade) 1974 fertig geschrieben, 1975 uraufgeführt und 1983 vom Verlag Edition Melodie Zürich herausgegeben. Bereits 1977 war es von Kindern der Sonntagsschule der Heilsarmee Basel auf einer Kassette festgehalten worden.
Die Originalnoten lieh sie einem Berner Sonntagsschullehrer aus mit der Bitte, sie ihr wieder zu retournieren. Leider hat dieser sein Versprechen nicht gehalten.
Das Musical erzählt die Geschichte von Kindern in der Bibel, zum Beispiel von Mirjam, die den kleinen Bruder beim Schilf hüten muss, gerne mit den andern Kindern spielen würde, aber darauf verzichtet, weil sie diese Verantwortung tragen will und muss. Mirjam leitet sie über zu Samuel, der als Bub von zu Hause fort muss, um beim Priester aufzuwachsen. Heimweh plagt ihn, aber auch er hat seine Aufgabe wahrzunehmen. Samuel leitet über zu David und seinen Brüdern, weil er als Erwachsener die Aufgabe hat, den 'Richtigen' zu finden, der König werden soll. Natürlich hofft jeder der Brüder, 'er' sei der Auserwählte. Widerwillig wird David vom Hüten der Schafe geholt und zum König gesalbt.
Das Lied von David und seinen Brüdern
Während die Brüder sich fragen:
Warum grad dä? Warum grad dä?
Er isch doch nur en chline Hirt!
fragt David sich selber:
Warum ächt ich? Warum ächt ich? Warum ächt ich?
Ich bin ja nur en chline Hirt!
Warum ächt ich? Warum ächt ich?
Warum meint de Liebgott mich?
Er isch doch grösser
und er schöner
und er cha viel meh als ich.
Er isch doch glätter
und er besser
und sie händ meh Mumm als ich.
David und Brüder singen (aufeinander zeigend) zweistimmig ihre Strophen. David weist darauf hin, dass Generationen nach ihm das Kind in der Krippe geboren wurde, das zum Retter der Menschen auf die Welt kam.
Klicken Sie auf die Play-Taste, um das Lied "Warum grad dä?" zu hören:
Bestellmöglichkeit
Die Kassette ist leider vergriffen. Eine CD-Aufnahme drängt sich dann auf, wenn ein guter Chinderchor das Musical einübt.
Noten und Texte können gegen Verrechnung kopiert werden.
Dä Jesus uf em Bärg
Ein zweites Kindermusical folgte. Es ist den Kindern und ihren damaligen SonntagsschullehrerInnen der reformierten Kirche Schlieren quasi auf den Leib geschrieben und heisst 'Dä Jesus uf em Bärg'. Es wurde an Weihnachten 1989 in der Reformierten Kirche Schlieren uraufgeführt und 1991 von den Schlieremer Sonntagsschülern auf eine Kassette aufgenommen.
Von diesem Musical entstand 2006/2007 eine Fassung für Kammerorchester. Diese wird am 2. September anlässlich eines Konzertes des Kammerorchesters Wollishofen in der reformierten Kirche in Schlieren uraufgeführt.
Die Geschichte, welche die Kinder erzählen, ist die von den drei Kindern Ruth, Sara und Daniel, die erlebt haben, wie der blinde Bartimäus sehend wurde und jetzt die Mutter bedrängen, mit auf den Berg gehen zu dürfen, wo dieser Wunderheiler Jesus Geschichten erzählen werde. Es ist die Geschichte der Bergpredigt. Durch das 'Frägli-Chind' werden laufend Bezüge in die heutige Zeit hergestellt.
Die Mutter entschliesst sich, mit den Kindern mit zu gehen, und so folgen die ZuschauerInnen bzw. ZuhörerInnen ihnen auf den Berg. Das Musical endet mit dem 'Unser Vater' in kindgerechter Form.
Das 'Unser Vater' in Mundart und kindgerechter Form
Euse Vater, Du im Himmel, Dich verehred mir,
d' Wält regier so wie Du willsch, de Himmel ghört i dir.
Allne Mänsche uf der Ärde gib Du 's täglich Brot.
Oh mach Du euis vom Schlächte frei, vo Elend, Schuld und Not.
Wänn euis öpper weh hät ta, dänn lass euis ihm vergäh.
Bhüet Du euis a jedem Tag und lass nüt Böses gscheh.
Dir ghört d' Wält und 's Himmelriich, und Du häsch alli Chraft.
Gäll alles Gueti chunnt vo Dir, dänn Du häsch 's Gueti gschafft.
Dänk Du au a d' Müettere wo wäge grosser Not
für ihri Chind keis Bettli händ, kei Chleider und kei Brot.
Liebe Gott, mach Du doch guet wo mir so machlos sind, -
mir meined: Hunger, Not und Chrieg ghört nöd i d' Wält vom Chind.
Fälder, Wiese, Luft und Wald sind chrank dur Mänsche Hand.
Euisi Wält gseht trurig us, 's isch Chrieg i mängem Land.
Lueg die Wält i grosser Not. Du muesch de Retter si.
Vo aller Zit zu aller Zit söll Dini Schöpfig si.
Klicken Sie auf die Play-Taste, um das Lied "Euse Vater" zu hören:
Bestellmöglichkeit
Die Kassette ist noch erhältlich und kann für Fr. 10.00 plus Versand- und Verpackungsspesen mit dem Kontaktformular bestellt werden.
Noten (inkl. Partitur) und Texte können auf Wunsch gegen Verrechnung kopiert werden.