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Politik

2016

Zur Abstimmung am 28. Februar

Die Vernunft hat gesiegt. Das

NEIN zur Durchsetzungsinitiative

ist vom Souverän abgestimmt worden.

Kunst und Politik

Schriftstellerinnen, Schriftsteller, bildende Künstlerinnen und Künstler, Filmemacher etc. gruppieren sich in Kunst und Politik und mischen sich bei wichtigen politischen Themen ein. Siehe auch:

www.kunst-und-politik.ch

Die Mitglieder von Kunst und Politik sagen klar NEIN zur Durchsetzungsinitiative!

Ein verhängnisvoller Entscheid

Am 9. Februar 2014 stimmte das Schweizervolk mit einer Mehrheit von 0,6 % der Initiative gegen Masseneinwanderung ein. Eine emotional geführte Wahlkampagne hatte sich dem Halbwissen vieler bedient.

Seither erfahren wir täglich Hiobsbotschaften:

- Wirtschaftliche Probleme werden die Folge sein.
- An vielen europäischen Projekten wird die Schweiz ausgeschlossen sein.
- Die Schweiz ist von der europäischen Forschung bereits zu grossen Teilen ausgeschlossen.
- In der Schweiz lebende Ausländer - selbst der zweiten Generation oder eingebürgerte Menschen - werden einen kühleren Wind spüren, weil Fremdenhass geschürt wird.

Respektlosigkeit gegenüber Behördenmitglieder, ja selbst gegenüber Bundesrätinnen und Bundesräten macht sich seit langem breit.

Spätestens bei Problemen durch benachbarte Atomkraftwerke oder bei einem Krieg (heute leider denkbar, siehe Ukraine, Syrien, Irak, Iran, Afghanistan etc.) werden auch die Schweizerinnen und Schweizer realisieren, dass Grenzen in einer globalen Welt willkürlich und nur noch schädlich sind.

Am Sonntag, 11. März 2012 fand der "Menschenstrom gegen Atom" statt.

Ein historischer Tag!

Im Mai 2011 nahmen 20'000 Menschen an der letzten Kundgebung teil.

Klicken Sie auf die Play-Taste, um das Lied "Tschernobyl" zu hören:


Angst vor dem Andern - dem Fremden, Unbekannten?

Klicken Sie auf die Play-Taste, um das Lied "un pocchetino - es birebitzeli" zu hören:


Angst vor Minaretten?

Das kann doch nicht die wirkliche Angst sein?
reale-Angst und geschürte Angst sind nicht dasselbe.

Angst vor dem Anderen?
Angst vor dem Fremden?

Hier ein Link zum Deutsch Schweizer Pen Zentrum, wo sich einige Schriftstellerinnen und Schrifsteller diesbezüglich zu Wort melden.

http://www.pen-dschweiz.ch/

Die besondere Geschichte des somalischen Tetraplegikers Abdirahman

Abdi und Safia mit Töchterchen Faduma freuen sich über die Ankunft von Zakeria

Zoom (57KB)

Und wir freuen uns von Herzen mit Abdis Familie mit über die gute Ankunft von

Zakeria Abdirahman Aden

Zakeria hat sich zu einem tollen Bub entwickelt, - er ist nun Erstklässler. Seine Schwester absolviert eine Lehre als Gärtnerin.

Zoom (532KB)

Stolzer Papa mit ein Tag altem Söhnlein

PS: Mutter Safia und Töchterchen Faduma sind auf keinem Foto zu sehen, weil es zu ihrer Kultur gehört, dass sich Mädchen ab einem bestimmten Alter und Frauen nicht mehr fotographieren lassen. Die Fotographin hat jedoch das Strahlen in den Augen beider gesehen und gibt es hier in diesem Text weiter.

Eine lange, schwierige Geschichte bekommt damit einen wunderbar guten Anfang.

Lesen Sie, was für ein Kampf hinter der Geschichte stand!

Zoom (47KB)

Ein Stern über Zürich

Beinahe hätte ich dieser Geschichte den Untertitel ‚Eine muslimische Weihnachtsgeschichte’ gegeben, doch wäre das ein Widerspruch, und auf alle Fälle soll diese Geschichte keinerlei religiöse Gefühle verletzen, doch ist zu erwähnen, dass der Tag des Happyends für eine muslimische Familie auf den 24. Dezember des vergangenen Jahres fiel. Lassen Sie mich erzählen:

Als Abdi vor Jahren somalischen Bürgerkriegswirren entfloh, um irgendwo auf dieser Welt einen sicheren Ort für seine junge Familie zu finden, liess er seine Frau und sein Töchterchen, das wenige Monate alt war, zurück. Fündig geworden würde er die beiden zu sich holen. Solchermassen hoffnungsvoll verschlug es den jungen Mann in ein schweizerisches Durchgangszentrum, wo er zusammen mit anderen Geflüchteten verschiedenster Nationalitäten um Asyl ersuchte. Die Sprache klang fremd, doch seine Englischkenntnisse reichten, um sich zu verständigen. Mahlzeiten und ein Bett in einem Massenlager standen zur Verfügung. Die Tage aber hatten er und seine Mitbewohner selber zu füllen. Warum also nicht ein Fahrrad des Heims benutzen, um die neue Welt zu erkunden?

Abdi schwang sich aufs Fahrrad und fuhr los, radelte über Feldstrassen, zwischen Wiesen durch bis zu einem Weg, der einem Waldrand entlang führte. Eine Baumwurzel auf dem Weg, das Vorderrad stoppte, das hintere bäumte sich auf, ein kurzer Moment, in dem ihm das Lenkrad entglitt, er fiel, fand sich auf dem Boden liegend wieder.

Ein grausamer Schmerz durchzuckte seinen Körper. Er wusste nicht, wieviel Zeit verstrichen war, als Kameraden aus dem Durchgangsheim ihn fanden, aber er spürte, dass etwas Schlimmes mit ihm geschehen war.

Wenig später lag er in einem Universitätsspital, wo die verletzten Halswirbel mittels eines Metallstücks wieder zusammen gefügt wurden. Bei der anschliessenden Rehabilitation lernte Abdi, wie man vom Rollstuhl aus den Alltag meistern kann, wie man als Tetraplegiker in teilweiser Abhängigkeit lebt. Aus der Traum, mit seiner kleinen Familie zusammen zu leben. Zurück nach Somalia konnte der vom Hals ab Gelähmte nicht, so dass sich die Schweizer Behörden genötigt sahen, ihm den Status eines Flüchtlings zu geben. Dieser reichte aber nicht aus, den Familiennachzug zu vollziehen. Seinem Wunsch nach einer noch differenzierteren Rehabilitation im Schweizer Paraplegiker-Zentrum konnte nicht entsprochen werden, da für Flüchtlinge in Krankenkassen-politischen Fragen Kantonsgrenzen gleich Landesgrenzen sind. Die Universitätsklinik im Kanton jedoch hatte die Rehabilitation als abgeschlossen erklärt, wiewohl Abdis Lähmung inkomplett war und ihn schier unerträgliche Schmerzen quälten. Die Paraplegiker-Stiftung weigerte sich auf Veranlassung ihres Präsidenten hartnäckig, an eine Rehabilitation im weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kompetenzzentrum einen Beitrag zu leisten. Eine der Begründungen war die, dass der Kanton, in welchem Abdi lebte, sich nicht am Bau des Zentrums beteiligt hätte, und man dies nun mit der zuständigen Regierungsrätin besprechen könne.

Abdi wohnte inzwischen in einem Heim für Körperbehinderte, zusammen mit vorwiegend jungen Muskelkranken. Deren verkürzte Lebenserwartung zwang ihn, immer wieder Abschied zu nehmen, wenn er einen neuen Kameraden, einen neuen Freund gefunden hatte. Ein zusätzlicher Schmerz. Ausser im Bürozentrum des Heims stundenweise am Computer zu arbeiten, gab es für Abdi beruflich keine Perspektive.

Sechs Jahre nach dem Unfall bekommt Abdi die Möglichkeit, seine Mutter, seine Schwestern und Brüder, seine Frau und sein Töchterchen in einem Drittland zu sehen. Es ist das erste Wiedersehen seit seinem Wegzug aus Somalia. Das Kind nimmt ihren Vater erstmals bewusst wahr, die Frau sieht ihren Mann erstmals im Rollstuhl. Abdi selber realisiert, dass die Liebe seiner Familie Distanz, Zeit und Unfall unbeschadet überstanden hat, was nach seiner Rückkehr in die Schweiz eine massive Trauerphase auslöst, weil er realisiert, was er verloren zu haben scheint.

Freundinnen und Freunde rund um Abdi formieren sich zu einem kleinen Verein, der sich zur Aufgabe macht, Geld für eine Rehabilitation in der Klinik ännet der Kantonsgrenze zu sammeln und, unterstützt durch Mitarbeitende des Heims und durch einen Juristen der Freiplatzaktion für Asylsuchende als ‚steter Tropfen’ den behördlichen Stein hinsichtlich Veränderung des Flüchtlingsstatus zu höhlen.

Im Laufe von drei Jahren kommt ein sechsstelliger Geldbetrag zusammen, (die Klinik wird diesen zur gegebenen Zeit in wenigen Wochen verschlungen haben!). Gespräche mit der Krankenkasse Helsana tragen Früchte, die notwendigen Handoperationen werden auch im andern Kanton bezahlt. Ein Mitglied des kleinen Vereins trägt einen Brief zum mit ihm befreundeten Regierungsrat, der die vorausgegangenen Bemühungen um Änderung des Flüchtlingsstatus untermauern soll, - alles Lichtblicke an Abdis Horizont.

Kurz darauf erhält Abdi einen neuen Aufenthaltsstatus. Mit diesem kann ein Familiennachzug in Erwägung gezogen werden. Abdi und seine Frau indessen, beide einem Nomadenstamm zugehörig, haben keine gültigen Heiratspapiere. Segen der Forschung: Eine DNA-Analyse bei Eltern und Kind beweist: Das Kind ist ihre gemeinsame Tochter.

Die Geschichte ist nun rasch zu Ende erzählt. In der Herrgottsfrühe des 24. Dezember 2005 begleitet Abdis Betreuer vom Heim ihn zum Flughafen, wo Frau und Kind pünktlich landen. Das Mädchen, inzwischen zehnjährig, etwas scheu noch, die Frau verlegen, unsicher ob all dem Neuen, der fremden Sprache und des kalten Wetters, sind angekommen, - sind da.

Die Familie ist zusammen, darf endlich Familie sein. Das Kind wird die neue Sprache rasch lernen. An Integrationshilfe von Seiten der Freundinnen und Freunde soll es nicht fehlen.

Bald jährt sich der Tag, an dem Abdi Frau und Kind nach Jahren der Sorge, des Schmerzes und des Heimwehs an jenen Heiligabend 2005 empfangen durfte, der diese Geschichte doch zu einer Art Weihnachtsgeschichte werden lässt, für die Freundinnen und Freunde jedenfalls, und nachzutragen ist lediglich noch, dass der Integrationsprozess zur Freude aller verläuft, dass Abdi die Operationen gut überstanden hat. Er lebt unabhängig, ausserhalb des Heims, in einer Wohnung, die Hilfe, die er braucht, wird ihm von seiner Frau zuteil.

So wird das Datum jenes Heiligabends auch für die muslimische Familie zeitlebens ein besonderes bleiben, weil ein Stern aufging über Zürich, wo eine Familie zusammengeführt wurde und Heimat fand.


7. Dezember 2006 ebj

Lesen Sie das folgende Einzelschicksal von Abdirahman Aden!

Am 14. November 2003 wurde in Zürich der Verein 'Pro-Abdi-Rehab' gegründet. Ziel des Vereins war es, wie weiter unten beschrieben, Abdi zu beim Rehabilitationsaufenthalt in Nottwil zu unterstützen. Da das Ziel im Sommer und Herbst 2006 realisiert werden konnte, wurde der kleine Verein auf den 31. Dezember 2006 wieder aufgelöst.

Hier Abdis Geschichte:

Abdi ist ein junger Mann aus Somalia, der in der Schweiz als Flüchtling schwer verunglückte. Da er in Zürich wohnte, war ihm eine Rehabilitation in Nottwil versagt. So setzte sich der Verein zum Ziel, Geld zu sammeln, um Abdi eine Rehabilitation in Nottwil zu ermöglichen. Dank der grossartigen Hilfe der Krankenkasse HELSANA, die Abdi und also unserem Verein eine Beraterin zur Seite stellte, konnte die Rehabilitation in die Wege geleitet werden. Allerwichtigstes Ziel war es, dass Abdi schmerzfrei wird, dass der Grund seiner Schmerzen gefunden und behandelt werden konnte.

Abdi sagt von sich:
"Mit der Behinderung kann ich leben, mit den Schmerzen nicht!"

In fast vier Jahren wurde es möglich, über Fr. 120'000.00 zu sammeln. Abdi war in Nottwil, zwei Handoperationen liegen hinter ihm, doch braucht er noch einige Geduld, bis er sich von den Strapatzen erholt hat.

Summa summarum geht es darum, dass Abdi ein Leben in Selbständigkeit und Würde ermöglicht werden kann. Wir werden ihn auf diesem Weg weiter begleiten.

Am 24. Dezember 2005 sind Abdis Frau Safia und seine Töchterchen Fatuma gut in der Schweiz angekommen. Vielleicht haben Sie die kleine Notiz in der Zeitung gelesen. Dass seine kleine Familie nun vollständig ist, freut uns alle ausserordentlich. Seit Juni 2007 wohnt die Familie in einer Wohnung in Zürich.

Lesen Sie die Geschichte:
Ein Stern über Zürich

Danke von Herzen allen, die uns unterstützten!

Downloads

Tschernobyl (3MB)

Externe Links

www.menschenstrom.ch" class="teaserText">Menschenstrom gegen Atom
Gegen Atom, Menschenstrom, Kundgebung, 11. März 2012

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